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Monteverdi Tuscany: Ein mittelalterliches Dorf neu erfunden in der Val d'Orcia

In dem mittelalterlichen Weiler Castiglioncello del Trinoro verbrachten der amerikanische Gründer Michael L. Cioffi und die in Rom ansässige Interior Designerin Ilaria Miani mehr als ein Jahrzehnt damit, eine Gruppe von Steingebäuden im Val d'Orcia in Monteverdi Tuscany zu verwandeln — eines der einzigartigsten und still radikalsten Hotel-Designprojekte Italiens. Teils Hotel, teils Künstlerresidenz, teils lebendiges Museum toskanischer Materialität, besitzt es eine seltene Besonderheit: Je länger man hinsieht, desto bewusster wirkt alles.

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Monteverdi Tuscany liegt hoch oben auf einem steilen Hügel mit Blick auf das Val d'Orcia, in dem einst weitgehend verlassenen mittelalterlichen Dorf Castiglioncello del Trinoro — und die Frage, wie man einen Ort wie diesen wieder zum Leben erweckt, ohne ihn in etwas Hübscheres, aber Minderwertigeres zu glätten, ist das zentrale Gestaltungsproblem, das Ilaria Miani, die in Rom ansässige Innenarchitektin, die von Gründer Michael L. Cioffi hinzugezogen wurde, über ein Jahrzehnt lang zu lösen versuchte.


Lokale Steinmetze verarbeiteten Stein und Ziegel mit traditionellen Techniken, während heimisches Holz, toskanischer Bruchstein und Granit sowie Carrara-Marmor bei der Rekonstruktion der mittelalterlichen Gebäude überall zum Einsatz kamen. Das Ergebnis ist ein Anwesen, das weniger wie ein restauriertes Hotel wirkt und mehr wie ein Dorf, das einfach nie aufgehört hat, sich weiterzuentwickeln.

Mianis Ansatz verbindet die uralte Anziehungskraft der toskanischen Landschaft mit einer zeitgenössischen Note und hüllt die Räume in Blau-, Rot-, Grün- und Erdtöne, inspiriert von den Farben des Val d'Orcia und den Meistern der Renaissance — maßgefertigte Möbel und Originalkunstwerke machen jedes der 18 Zimmer und Suiten vollkommen einzigartig.


Einige Zimmer sind in leuchtenden Grün-, Violett- oder Blautönen gestrichen, während andere eher minimalistisch gehalten sind, mit einem Fokus auf luftige Stoffe und rohes Holz; strukturierte Putzwände und freiliegende Holzbalken treffen auf glatte, terrakottafarbene Betonböden und warme Rosa- sowie gebrannte Orangetöne. Die Kunst ist nicht dekorativ, sondern wirklich kuratorisch: Ein großformatiges Gemälde des südafrikanischen Künstlers Ansel Krut bildet den Mittelpunkt des Restaurants, eine Skulptur von Laure Prouvost steht in der überdachten Piazza, und jedes Schlafzimmer beherbergt seine eigene kleine Sammlung, die den unverwechselbaren Charakter des Raums unterstreicht.

Was Monteverdi von den vielen toskanischen Anwesen unterscheidet, die mit rustikalem Chic werben, ist genau diese Weigerung, die Spannung zwischen Alt und Neu in etwas Bequemes und Neutrales aufzulösen. Das Hotel ist ein sich entwickelndes und gemeinschaftlich getragenes Projekt, bei dem Künstler, Autoren und Musiker regelmäßig eingeladen werden, für einen Aufenthalt vor Ort zu sein — weitgehend ohne Vorgaben, mit dem Ziel, einfach Raum für Reflexion und Experimentieren zu schaffen.

Eine 700 Jahre alte Kirche dient als Veranstaltungsort für darstellende Kunst; ein preisgekröntes Farm-to-Table-Restaurant, eine Kochakademie, eine Enoteca und eine Library Bar vervollständigen das Bild eines Ortes, der im Laufe der Zeit mit seinen Ambitionen gewachsen ist. Monteverdi verfügt über 2 Michelin Keys, doch die passendere Bezeichnung könnte einfach diese sein: ein Ort, der wie fast nirgendwo sonst in Italien klarer versteht, dass die höchste Form des Designs darin besteht, zu wissen, wann man etwas in Ruhe lassen sollte.

Monteverdi Tuscany
Via di Mezzo, 53047 Castiglioncello del Trinoro
Sarteano (SI), Italy


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