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Der Zauber der Villa Medici

In den Gästezimmern der Villa Medici, eines Renaissancepalastes in Rom, hat ein venezianisches Atelier seine Spur aus Kupfer und Feuer hinterlassen. Incalmi — Meister einer Emailliertechnik — brachte sein Handwerk in eine der ambitioniertesten Designinterventionen ein, die die Villa seit Jahrzehnten erlebt hat, und schuf handgebrannte Fliesen, maßgefertigte Beleuchtung und maßgeschneiderte Beschläge für einen Raum, der ganz um die materielle Poesie Roms herum konzipiert wurde.

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Auf dem Pincio-Hügel gelegen, mit Rom zu Füßen, war die Villa Medici schon immer ein Ort, an dem künstlerischer Ehrgeiz seinen fruchtbarsten Boden findet. Seit 1803 beherbergt der Renaissancepalast die Französische Akademie – und heute entwickelt er sich im Rahmen eines fortlaufenden Revitalisierungsprogramms weiter und lädt zeitgenössisches Design in den Dialog mit Jahrhunderten angesammelter Schönheit ein. Das jüngste Kapitel konzentriert sich auf die Gästezimmer: sechs Räume, neu gedacht durch eine seltene Zusammenarbeit zwischen Designern und italienischen Handwerkern, in der die Hand des Gestalters ebenso präsent ist wie der Blick des Schöpfers.


Unter diesen Räumen ragt einer besonders hervor. Konzipiert rund um das sensorische Erlebnis, durch Rom zu gehen – seine Travertinpflaster, seine Seekiefern, das besondere Blau seines Himmels – schöpft der Raum ganz aus dem materiellen Vokabular der Stadt. Im Zentrum steht eine schwungvolle grüne Wand, verkleidet mit feueremaillierten Kupferfliesen, die das Blätterdach der Gärten der Villa heraufbeschwört. Das Badezimmer nimmt seine Anregungen aus Roms monumentalen Brunnen; die Küche interpretiert die antike Opus-incertum-Pflasterung neu, komplett mit Balustraden, die auf die charakteristischen perforierten Ziegelschirme der Stadt verweisen. Es ist ein Interieur, das wie ein Liebesbrief an einen Ort gelesen wird – geschrieben in Textur und Oberfläche statt in Worten.

Das Handwerk hinter dieser Vision stammt von Incalmi, einem venezianischen Atelier mit tiefem Fachwissen in der Feuer-Emaillierung auf Kupfer — eine Technik von großer historischer Bedeutung, insbesondere in Frankreich, die jedoch zu verfallen droht. Für dieses Projekt fertigte Incalmi 616 handemaillierte Kupferfliesen an, jede einzeln gebrannt und exakt auf die für das Design erforderlichen Farben und Oberflächen abgestimmt. Die Installation selbst stellte eine außergewöhnliche technische Herausforderung dar: eine konkave Wand mit einer Höhe von viereinhalb Metern, die Eisentreppen, Holzstufen und verankerte Balustraden integriert. Über die Fliesen hinaus trug Incalmi mit seinem Beitrag zum gesamten Raum bei — durch die Gestaltung und Produktion von maßgeschneiderter Beleuchtung, Beschlägen und Tischplatten, wodurch sich seine Handwerkskunst in jede Oberfläche und jedes Element einwebte.


Das handwerkliche Können hinter dieser Vision stammt von Incalmi, einem venezianischen Atelier mit tiefgreifender Expertise im Feueremail auf Kupfer — einer Technik von großem historischem Prestige, insbesondere in Frankreich, die Gefahr läuft, in Vergessenheit zu geraten. Für dieses Projekt fertigte Incalmi 616 von Hand emaillierte Kupferfliesen, jede einzeln gebrannt und auf die exakt vom Entwurf geforderten Farben und Oberflächen abgestimmt. Die Installation selbst stellte eine außergewöhnliche technische Herausforderung dar: eine konkave, viereinhalb Meter hohe Wand mit Eisen- und Holzstufen sowie verankerten Balustraden. Über die Fliesen hinaus erstreckte Incalmi seinen Beitrag auf den gesamten Raum — durch die Gestaltung und Produktion von maßgefertigter Beleuchtung, Beschlägen und Tischplatten, wobei sich das handwerkliche Können in jede Oberfläche und jedes Element einfügte.


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